Flyer: Einhaltung des Pariser Klimaabkommens

Was aktuell passiert:

Quelle: UBAhttps://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/de_indikator_ener-04_erneuerbare-energien_2019-03-15.png

Es ist absehbar, dass die Bundesregierung weiterhin sämtliche Klimaziele verfehlen wird.

Deswegen fordern wir:

Bis Ende 2019

  • Beenden aller Subventionen für fossile Energieträger
  • Abschalten von ¼ der Kohlekraft
  • Erhebung einer Treibhausgas (THG) Steuer

Bis 2030

  • Kohleausstieg

Bis 2035

  • 100% erneuerbare Energien

Und zwar nicht nur im Stromnetz sondern in allen Sektoren, also auch Heizung und Verkehr.

  • Zum erreichen der sg. Nettonull müssen ggf. verbleibende Treibhausgasemissionen wie Methan aus der Landwirtschaft z.B. durch Pflanzenwachstum und Einlagerung von Holzkohle kompensiert werden.

Hintergrund:

2015 haben sich 196 Staaten auf das Pariser Abkommen geeinigt. Diese verbindliche Vereinbarung hat das Ziel, die Erderwärmung bei möglichst 1,5 Grad gegenüber dem Niveau vor der Industrialisierung zu stoppen. Die Erwärmung der Erde folgt aus dem sogenannten Treibhauseffekt.

Das Licht der Sonne hat wegen ihrer Temperatur von 5500°K erheblich kürzere Wellenlängen, als die von der Erde mit ihren 210-310°K abgestrahlte Infrarotwärme. Treibhausgase sind für bestimmte Frequenzen dieses kälteren Spektrums undurchlässig und verhindern, dass die Erde Wärme ins All abstrahlt. Ein Gleichgewicht zwischen der von der Sonne aufgenommenen und der von der Erde abgestrahlten Energie stellt sich bei -18°C (= 255°K) ein.

Ein Großteil der Infrarotabstrahlung erfolgt nicht direkt von der Erdoberfläche sondern aus Luftschichten der Troposphäre in bis zu 15km Höhe, wo die Absorption bestimmter Wellenlängen durch THG keinesfalls gesättigt ist. Die Wärme vom Erdboden wird hauptsächlich über Konvektion in diese Schicht transportiert. Durch THG-Emissionen verschiebt sich der Punkt, in dem die Atmosphäre das -18°C Gleichgewicht erreicht in größere Höhe (Dies wurde bereits um das Jahr 2000 messtechnisch bestätigt). Mit größerem Abstand wird der Wärmetransport vom Erdboden erschwert und die Temperatur am Boden steigt.The Copenhagen Diagnosis, page 10

Derzeit ist die Nutzung fossiler Brennstoffe mit über 84,5% die wesentlichste Quelle von Treibhausgasemissionen. Die deutsche Regierung subventioniert diese (Kohle, Öl und Gas) mit ca. 20,3 Milliarden Euro pro Jahr. Zusätzlich sind viele Kohlekraftwerke bereits veraltet und ineffizient.

Der Anteil von Kohle und Erdgas im Strommix macht nur 20-25% des Gesamtverbrauchs fossiler Energieträger aus. Der Rest geht in Heizung, Verkehr oder chemische Prozesse.Umweltbundesamt: Primärenergieverbrauch,
BMWI: Bruttostromerzeugung in Deutschland 2017 in TWh,
Angenommen wurde für die Umrechnung des Stromnetzanteils auf die Primärenergie, dass Steinkohlekraftwerke mit 38%, Braunkohle- mit 35% und Erdgas- mit 55% Wirkungsgrad Strom erzeugen.
Anmerkung: Der Anteil am CO2-Ausstoß unterschiedet sich vom Anteil des Energieverbrauchs, da bei Flüssigbrennstoffen und Gas ein Teil der Energie aus der Oxidation des enthaltenen Wasserstoffs stammt. So ist der CO2-Ausstoß von Erdgas bei gleicher Brennwertmenge nur etwa halb so groß, wie der von Kohle.https://www.volker-quaschning.de/datserv/CO2-spez/index.php Eine 100% erneuerbare Energieversorgung bedeutet, dass der Energiebedarf in allen Sektoren (nicht nur Stromerzeugung) durch erneuerbare Energien gedeckt wird. Im Verkehrs oder Wärmesektor gibt es kaum Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien.Umweltbundesamt: Erneuerbare Energien in Zahlen

Daher fordern wir eine CO2-Steuer. Dabei muss je nachdem, welche Menge an Treibhausgasen ausgestoßen wird, der Verursacher dafür Geld zahlen. Bei der Einführung der Steuer wird ein Startpreis festgesetzt, der dann ansteigt. Die Steuer soll etwa so hoch sein, wie die Kosten, die uns und zukünftigen Generationen durch den Klimawandel entstehen, also 180€ pro Tonne CO2, gemäß Umweltbundesamt.

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