Fridays for Future in Darmstadt

Wir sind Schüler*innen, Studierende und Auszubildende aus Darmstadt und Umgebung, die monatlich zum Klimastreik aufrufen. Wir sind ein sehr großes Orgateam mit einem ebenso großen Meinungsspektrum und wollen euch auf dieser Website Einblicke in unsere Arbeit geben. Wenn du auch mitwirken möchtest, schaue dich hier um.

Kalender

    Pressemitteilung: AFD bei Demo

    Stellungnahme der OG Darmstadt zu dem Vorfall mit AfD-Mitgliedern auf der Demo am 14.06.2019

    Am Freitag, den 14.06.2019 fand unter dem Motto “Fridays for Future” wieder eine Demonstration für mehr Klimagerechtigkeit in Darmstadt statt. Es wurden 3.500 Teilnehmende gezählt.

    Auf der Demo waren auch zwei Anhänger*innen der Partei “Alternative für Deutschland” (AfD). Dies sorgte für viel Unruhe und Streit während und nach der Versammlung.

    Grundsätzlich hat das Organisationsteam im Konsens festgelegt, auf der Demo keine rassistischen, faschistischen, gewalttätigen, homophoben, queerphoben, antisemitischen oder klimaschutzfeindlichen Personen zu dulden. Wir sehen diese Punkte als wichtige und existenzielle Grundpfeiler der gesamten Bewegung.

    Dies lässt sich – nach Rücksprache mit und Aussage eines auf Versammlungsrecht spezialisierten Rechtsanwalts – in der Praxis aber nicht durchsetzen. Die Versammlungsleitung hat kein Recht dazu Personen von Versammlungen unter freiem Himmel auszuschließen, nur die Polizei ist dazu befugt. Auch im Vorhinein ausgesprochene Kollektivausschließungen sind rechtswidrig.

    Die einzige Möglichkeit ist also, einen Ausschluss durch Gespräche mit der Polizeieinsatzleitung bzw. den betroffenen Personen zu bewirken. Dies wurde von mehreren Mitgliedern des Organisationsteams, mit Verweis auf die Unruhen, probiert.

    Die Anhänger*innen der AfD ließen nicht mit sich reden. Auch die Polizei handelte nicht situationsentsprechend. Daraufhin kam es zu aus unserer Sicht unschönen Tumulten zwischen Teilnehmer*innen und den AfD-Anhänger*innen.

    Der später von der Polizei ausgesprochene Platzverweise und Ausschluss von der Versammlung erfolgte erst nach Schilderungen von mehreren Teilnehmer*innen über von den AfD-Anhänger*innen ausgehenden Handgreiflichkeiten.

    Diese Maßnahme hätte schon deutlich früher ergriffen werden müssen, die Eskalation hätte auf jeden Fall verhindert werden können. Wir halten das Verhalten der Polizei für grenzwertig und unprofessionell und hoffen, dass bei der nächsten Demo schneller und bedachter gehandelt wird.

    How to Help…

    Du willst Multiplikator*in für Fridays for Future sein? Dann suche Dir ein paar Punkte aus unseren 12 Tipps für effektive Unterstützung heraus:

    1. Du kennst Darmstädter Influencer*innen mit viele Reichweite auf Instagram, Twitter oder WhatsApp? Dann frage sie, ob sie zur Demo am 14. Juni aufrufen können. SharePics findest du hier
    2. Schicke eine Rund-Nachricht/Ketten-Nachricht an alle deine Freund*innen, dass am 14. Juni, 10.00 Uhr, Luisenplatz unsere Demo stattfindet und sie kommen sollen.
    3. Mache eine Insta-Story und erwähne den Demo-Termin und unseren Kanal: @fridaysforfuture.da. SharePics findest du hier.
    4. Frage im Sekretariat/Büro ob du eine Durchsage machen kannst, um auf die Demo hinzuweisen.
    5. Frage deine SV oder Fachschaft, ob sie zur Demo aufrufen und nochmal Werbung machen kann.
    6. Frage deine*n Lehrer*in, ob das Thema „Klimakrise“ behandelt und mit einem Besuch auf der Demo verknüpft werden kann. Oder gründe eine „Klima-AG“.
    7. Rede im Bus/Bahn/Platz mit Freund*innen ein bisschen lauter wenn du über Fridays for Future sprichst. Erwähne am besten die Demo. 
    8. Überzeuge deine Großeltern mit auf die Demo zu kommen. 
    9. Flyer und Plakate zum Ausdrucken gibt es hier
    10. Plane auf dem Schulhof/Campus ein Die-In*, eine Megafon-Durchsage oder eine andere Aktion die auf unsere Demo aufmerksam macht.*(Alle legen sich gleichzeitig auf den Boden und stellen sich tot.)
    11. Frage deine*n Prof/Dozent*in, ob du vor der Vorlesung kurz auf unsere Demo hinweisen kannst.
    12. Nimm dein Plakat schon an den Tagen vor der Demo mit in die Schule/Uni/Bahn/Bus um Aufmerksamkeit zu bekommen. Oder laufe damit in der Stadt herum. Plakate kannst du übrigens am Mittwoch (12. Juni, ab 15.30 Uhr, Werkstatt „ab+zu“) mit uns gestalten.

    Wir hoffen, die Liste hilft dir mehr Leute zu erreichen und für Fridays for Future zu begeistern.

    Fahrt nach Aachen

    Vom 21. bis zum 23. Juni finden in Aachen verschiedene Demonstrationen und Aktionen diverser Organisationen statt.

    • Am Freitag, den 21. werden sich ab 12:00 verschiedene Demonstrationen von Fridays for Future Richtung Stadtmitte in Bewegung setzen.
    • Am Samstag findet an der Kante zum Tagebau Garzweiler eine Demo zum Aktionstag von Alle Dörfer Bleiben statt.
    • Während des gesamten Wochenendes werden Aktivistinnen und Aktivisten von Endegelände Aktionen zur Blockade der Kohleförderung durchführen. FFF ruft offiziell nicht zu Endegelände auf, jedoch können Teilnehmende dieser Aktionen auch unseren Sonderzug nutzen. Da die Aktionen von Endegelände friedlich sind und das selbe Ziel, wie FFF verfolgen, erklärt die Ortsgruppe Darmstadt ihre Solidarität mit Endegelände.

    Sonderzüge zur Anfahrt

    Fridays for Future organisiert Sonderzüge nach Aachen, der geplante Zug durch Hessen und der durch Bayern werden zusammengelegt. Halte in Hessen bleiben in Darmstadt und Frankfurt. Die genauen Abfahrtzeiten und Gleise können sich noch ändern.

    Es gibt eine Whatsappgruppe für alle, die in Darmstadt zusteigen.

    Hinfahrt Donnerstag, 20. Juni 2019 ab Darmstadt Hbf
    14:57 Gleis 5
    an Aachen Hbf
    19:21
    Rückfahrt Sonntag, 23. Juni 2019 ab Aachen Hbf
    11:10 Gleis 8
    an Darmstadt Hbf
    14:33 Gleis 10

    Bis zum 7.6. war der Erwerb von ermäßigten Tickets für 35€ möglich. Ab jetzt ist der kostendeckende Preis von 45€ pro Ticket voreingestellt. Man kann diesen auf einen Mindestpreis von 40€ heruntersetzen.

    Diese beinhalten die An- und Abreise mit dem Zug, ein Abendessen am Freitag sowie eine Übernachtungsmöglichkeit in einer Sporthalle einem Parkhaus in Aachen. Sanitäranlagen können im Tivoli-Stadion direkt nebenan genutzt werden.

    Zum Online-Ticketverkauf

    Auch von Heidelberg aus wird die Anreise über Darmstadt empfohlen.

    Mitzubringen

    Wir empfehlen, folgende Dinge zur Demo mitzunehmen:
    • Geeignete Kleidung
    • Isomatte
    • Schlafsack
    • Flasche für Getränke (aber am besten keine Glasflasche)
    • Zum Transport einen Rucksack

    Es ist vorgesehen, Gepäck vor der Demo in einer Sporthalle abstellen zu können. Es ist aber nicht auszuschließen, dass hier etwas nicht klappt und der Rucksack während der Demo getragen werden muss. Da auch der Platz im Zug begrenzt sein wird, sollte also auf unnötiges Equipment verzichtet werden.

    Klimastreik am 14. Juni

    Zu einem Vorfall mit zwei Mitgliedern der AFD während dieser Demo beziehen wir separat Stellung: Pressemitteilung.

    Bilder

    Route und Einladung

    Nächster monatlicher Freitagsstreik in Darmstadt beginnt wie immer um 10:00 am Luisenplatz. Das Thema ist Verkehrswende.

    Bitte beachte die generellen Regeln bei unseren Demonstrationen.

    Material, Flyer und SharePics zum Herunterladen gibt es hier.

    Route

    Am Luisenplatz wird Uwe Schuchmann eine Rede zur Groß-Zimmern-Bahn halten. Dann folgen wir dem Verlauf dieser angedachten Bahn zum Ostbahnhof und laufen dann weiter auf der B26 aus der Stadt heraus bis zur Einfahrt am Vivarium. Dort sehen wir uns Ideen zur Busbeschleunigungsspur oder einer möglichen Pförtnerampel näher an. Wenn das Wetter zu heftig wird, werden wir dann am Breslauer Platz oder an der TU Lichtwiese die Demonstration beenden. Ansonsten laufen wir auf der Heinrichstraße zurück in die Innenstadt bis zum Karolinenplatz. Das ist dann eine sportliche Route von ca. 6 km.

    Wir erinnern alle Teilnehmenden daran, genug Wasser und ggf. Sonnencreme mitzunehmen.

    Flyer: Motor aus!

    Warum stehen Sie jetzt hier?

    Quelle: UBAhttps://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/361/dokumente/2018_12_19_em_entwicklung_in_d_trendtabelle_thg_v1.0.1.xlsx

    Wir, von Fridays for Future Darmstadt, streiken für eine klima- und umweltgerechte Politik. Teil dieser Politik muss eine Verkehrswende sein, hin zu mehr Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV.

    Alleine durch alternative Antriebe kann die Masse an Fahrzeugen, die sich heute auf unseren Straßen bewegt, nicht gehalten werden. Eine Umstellung ist extrem aufwändig und der Ausbau erneuerbarer Energien reicht kaum aus, um den heutigen Nettostrombedarf von 529 TWh (2017) rechtzeitig klimaneutral zu decken.Siehe Flyer: Einhaltung des Pariser Klimaabkommens Nur ca. 3% dieser elektrischen Energie gehen in den Verkehrssektor.Erneuerbare Energien in Deutschland – Daten zur Entwicklung im Jahr 2018, Seite 13 Dieser konsumiert mit 765 TWh jedoch 29,5% unserer jährlichen Gesamtenergie.https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/energieverbrauch-nach-energietraegern-sektoren

    Elektroautos schaffen es, mit Netzübertragungsverlusten, Batterie- und Motorwirkungsgrad ca. 70% der erzeugten, elektrischen Leistung auf die Straße zu bringen. Verbrennungsmotoren liegen um die 40% der im Benzin enthaltenen Energie, sind beim Anfahren und im praktischen Betrieb aber noch mal deutlich schlecher. Eine 100%ige Umstellung aller Verbrennungsmotoren auf Elektro würde deren Energieverbrauch an Strom gegenüber Benzin auf – grob gerechnet – 30% reduzieren.https://www.auto-motor-und-sport.de/news/elektroauto-diesel-co2-bilanz-emissionen-klimaschutz/#anchor_2 Mit etwa 88% hat der MIV (motorisierte Individualverkehr) den größten Anteil am Energieverbrauch innerhalb des Verkehrssektors.Berechnet aus Werten von 2010: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/4364.pdf, https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/endenergieverbrauch-energieeffizienz-des-verkehrs#textpart-5 Das heißt, wollte man die ~630 TWh, die der MIV derzeit aus fossilem Benzin bezieht, durch Elektroantriebe ersetzen, müssten 189 TWh elektrische Leistung zugebaut werden, also wäre ein zusätzlicher Ausbau des Stromnetzes um 36% notwendig. Zur Erinnerung: Etwa so viel wurde seit Beginn der Energiewende überhaupt erst durch erneuerbare Energien ersetzt.

    Noch nicht betrachtet wurde der Herstellungsaufwand für die Batteriezellen.

    Es hilft nichts, wir müssen Verkehr vermeiden und effizienter werden!

    Im urbanen Raum transportiert der ÖPNV Personen erheblich effizienter, als der motorisierte Individualverkehr. Auch ist die Auslastung der Betriebsmittel sehr viel höher und deren Umstellung auf elektrische oder (bio)gasbasierte Antriebe deutlich wirtschaftlicher, als die Umrüstung sämtlicher PKW.

    Doch die Politik fördert den ÖPNV viel zu wenig: Während Dadina und Heag Mobilo seit Jahren mit gedeckelten Zuschüssen wirtschaften müssen, werden alleine im Ostkreis von Darmstadt-Dieburg 3 neue Umgehungsstraßen geplanthttp://reinheim-ohne-lkw.de/, eine Vierte ist in Diskussion. Keine davon ist für den ÖPNV hilfreich, doch verursachen sie laufende Kosten, die wir als zukünftige Generationen tragen müssen.

    Gemäß einer von Allianz Pro-Schiene beauftragten Studiehttps://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/deutschland-bei-schiene-auf-dem-drittletzten-platz/ findet derzeit ein Umdenken statt. Mehr und mehr Menschen sehen es als notwendig an, die Investitionen in die Schieneninfrastruktur zu erhöhen. Die Investitionen wurden in den letzten Jahren tatsächlich wieder angehoben, dennoch rangiert Deutschland im internationalen Vergleich weiter hinten.

    Deswegen streiken wir freitags und blockieren dabei bewusst auch die Straßen.

    Der Klimawandel duldet keinen Aufschub

    Der menschengemachte Klimawandel ist inzwischen auch hier deutlich durch Dürreperioden spürbar. Selbst im eigenen Vorgarten, oder heimischen Grünanlagen und Wäldern ist die Wasserknappheit bemerkbar. Seit Beginn der Industrialisierung hat sich die Erde laut IPCC bereits um ca. 1°C erwärmt.

    Es bleibt immer weniger Zeit, den Klimawandel aufzuhalten und zu verhindern, dass die Kipppunktehttp://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Kipppunkte_im_Klimasystem im Klimasystem überschritten werden. Dadurch entstünden weitere irreversible Schäden und der Klimawandel würde sich selbst beschleunigen. Verhindern wir das nicht, wie im Pariser Klimaabkommen festgelegt, werden die verursachten Schäden weit höhere Kosten mit sich bringen als alle Investitionen zur Vermeidung der Klimakatastrophe. Ein klimaneutraler Verkehrssektor zählt zu den größten Herausforderungen der Energiewende.

    Neben erneuerbarer, elektrischer Energie können natürlich auch Biokraftstoffe als Quelle dienen. Die in Deutschland dafür verfügbare Agrarfläche kann jedoch im Falle von Biodiesel nur etwa 5% der heute benötigten Kraftstoffmenge abdecken.https://de.wikipedia.org/wiki/Biodiesel#Fl%C3%A4chenbedarf Gleichwohl trägt die Intensivierung der Landwirtschaft für den Anbau von Energiepflanzen in Form von Monokulturen erheblich zum Insektensterben bei.

    Wann hatten Sie das letzte Mal Insekten auf ihrer Windschutzscheibe? Belastbaren Zählungen zufolge ist die Masse an Fluginsekten seit 1990 bereits um 75% zurückgegangen.Morethan 75 percent decline over 27 years in total fly inginsect biomass in protected areas Viele Arten stehen kurz vor dem Aussterben oder sind bereits verschwunden.

    Eine ebenfalls schwer einzuordnende Rolle spielt der Luftverkehr. Zwar ist der Energieverbrauch pro Personenkilometer mit dem Flugzeug auf Langstrecken inzwischen geringer, als mit dem Auto, jedoch ist und bleibt die Luftfahrt abhängig von flüssigen Treibstoffen. Nur sie haben genug Energiedichte, um große Jets anzutreiben. Regenerative Gewinnung solcher Treibstoffe ist Gegenstand intensiver Forschungen. Von elektrischer Energie bis hin zu sg. e-Fuels ist es ein langer Weg. Die Hälfte der Energie geht nach aktuellem Stand der Technik dabei verloren.

    Es liegt in der Verantwortung aller, am Gelingen der Energie- und Verkehrswende mitzuhelfen. Darum verzichten auch Sie auf ein eigenes Auto. Nutzen Sie den ÖPNV, Car Sharing oder das Rad. Investieren Sie das dadurch gesparte Geld in Solarzellen auf Ihrem Dach oder ein BHKW im Keller statt in den nächsten Neuwagen. Und kommen Sie freitags auf unsere Seite der Demo. Wir freuen uns auf Sie.

    Klimastreik am 24. Mai

    Klimastreik Darmstadt 24. Mai

    Bilder

    Start am Luisenplatz In der Fußgängerzone: Bei der Zwischenkundgebung werden Busse durchgelassen Sitzblockade auf der Kreuzung vor dem Jugendstilbad Auch hier werden Busse durchgelassen

    Einladung


    Am Freitag vor der Europawahl streiken wir in Darmstadt wieder gegen Treibhausemissionen. Thematischer Fokus an diesem Tag liegt natürlich auf der Europawahl.

    Start ist um 10:00 am Luisenplatz.

    Wenn möglich, bringt Bitte Glocken mit, damit wollen wir symbolisch um 5 vor 12 läuten.

    Im Anschluss an die Demo wird der Filmkreis der TU Darmstadt den Film Tomorrow im Audimax (S1|01) zeigen. Eintritt ist kostenlos, Einlass ab 15:45.

    Bitte beachte die generellen Regeln bei unseren Demonstrationen.

    Flyer: Einhaltung des Pariser Klimaabkommens

    Was aktuell passiert:

    Quelle: UBAhttps://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/de_indikator_ener-04_erneuerbare-energien_2019-03-15.png

    Es ist absehbar, dass die Bundesregierung weiterhin sämtliche Klimaziele verfehlen wird.

    Deswegen fordern wir:

    Bis Ende 2019

    • Beenden aller Subventionen für fossile Energieträger
    • Abschalten von ¼ der Kohlekraft
    • Erhebung einer Treibhausgas (THG) Steuer

    Bis 2030

    • Kohleausstieg

    Bis 2035

    • 100% erneuerbare Energien

    Und zwar nicht nur im Stromnetz sondern in allen Sektoren, also auch Heizung und Verkehr.

    • Zum erreichen der sg. Nettonull müssen ggf. verbleibende Treibhausgasemissionen wie Methan aus der Landwirtschaft z.B. durch Pflanzenwachstum und Einlagerung von Holzkohle kompensiert werden.

    Hintergrund:

    2015 haben sich 196 Staaten auf das Pariser Abkommen geeinigt. Diese verbindliche Vereinbarung hat das Ziel, die Erderwärmung bei möglichst 1,5 Grad gegenüber dem Niveau vor der Industrialisierung zu stoppen. Die Erwärmung der Erde folgt aus dem sogenannten Treibhauseffekt.

    Das Licht der Sonne hat wegen ihrer Temperatur von 5500°K erheblich kürzere Wellenlängen, als die von der Erde mit ihren 210-310°K abgestrahlte Infrarotwärme. Treibhausgase sind für bestimmte Frequenzen dieses kälteren Spektrums undurchlässig und verhindern, dass die Erde Wärme ins All abstrahlt. Ein Gleichgewicht zwischen der von der Sonne aufgenommenen und der von der Erde abgestrahlten Energie stellt sich bei -18°C (= 255°K) ein.

    Ein Großteil der Infrarotabstrahlung erfolgt nicht direkt von der Erdoberfläche sondern aus Luftschichten der Troposphäre in bis zu 15km Höhe, wo die Absorption bestimmter Wellenlängen durch THG keinesfalls gesättigt ist. Die Wärme vom Erdboden wird hauptsächlich über Konvektion in diese Schicht transportiert. Durch THG-Emissionen verschiebt sich der Punkt, in dem die Atmosphäre das -18°C Gleichgewicht erreicht in größere Höhe (Dies wurde bereits um das Jahr 2000 messtechnisch bestätigt). Mit größerem Abstand wird der Wärmetransport vom Erdboden erschwert und die Temperatur am Boden steigt.The Copenhagen Diagnosis, page 10

    Derzeit ist die Nutzung fossiler Brennstoffe mit über 84,5% die wesentlichste Quelle von Treibhausgasemissionen. Die deutsche Regierung subventioniert diese (Kohle, Öl und Gas) mit ca. 20,3 Milliarden Euro pro Jahr. Zusätzlich sind viele Kohlekraftwerke bereits veraltet und ineffizient.

    Der Anteil von Kohle und Erdgas im Strommix macht nur 20-25% des Gesamtverbrauchs fossiler Energieträger aus. Der Rest geht in Heizung, Verkehr oder chemische Prozesse.Umweltbundesamt: Primärenergieverbrauch,
    BMWI: Bruttostromerzeugung in Deutschland 2017 in TWh,
    Angenommen wurde für die Umrechnung des Stromnetzanteils auf die Primärenergie, dass Steinkohlekraftwerke mit 38%, Braunkohle- mit 35% und Erdgas- mit 55% Wirkungsgrad Strom erzeugen.
    Anmerkung: Der Anteil am CO2-Ausstoß unterschiedet sich vom Anteil des Energieverbrauchs, da bei Flüssigbrennstoffen und Gas ein Teil der Energie aus der Oxidation des enthaltenen Wasserstoffs stammt. So ist der CO2-Ausstoß von Erdgas bei gleicher Brennwertmenge nur etwa halb so groß, wie der von Kohle.https://www.volker-quaschning.de/datserv/CO2-spez/index.php Eine 100% erneuerbare Energieversorgung bedeutet, dass der Energiebedarf in allen Sektoren (nicht nur Stromerzeugung) durch erneuerbare Energien gedeckt wird. Im Verkehrs oder Wärmesektor gibt es kaum Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien.Umweltbundesamt: Erneuerbare Energien in Zahlen

    Daher fordern wir eine CO2-Steuer. Dabei muss je nachdem, welche Menge an Treibhausgasen ausgestoßen wird, der Verursacher dafür Geld zahlen. Bei der Einführung der Steuer wird ein Startpreis festgesetzt, der dann ansteigt. Die Steuer soll etwa so hoch sein, wie die Kosten, die uns und zukünftigen Generationen durch den Klimawandel entstehen, also 180€ pro Tonne CO2, gemäß Umweltbundesamt.

    Infoabend mit Prof. Euler

    Bilder & Video

    Einladung

    Sehr geehrte (Groß-)Eltern, Lehrende und Interessierte, 

    Prof. Peter Euler und Fridays for Future Darmstadt laden zu einem Informations-Abend mit anschließender Podiumsdiskussion ein. Dieser wird am 9. Mai um 19.00 Uhr in der Magdalenenstraße 12 stattfinden (Georg-Wickop-Hörsaal, S1|05 Raum 122).

    Die Klimabewegung hat mit Schüler_innen und Studierenden nach Greta Thunbergs Vorbild eine neue Phase erreicht. Am 15.03. beteiligten sich allein in Darmstadt über 4.000 Menschen an der Demo von Fridays for Future. Für viele junge Menschen war es die erste Demo. Eltern, Wissenschaftler_Innen, Unternehmer_Innen und viele andere solidarisieren sich mit den vorwiegend jungen Menschen, die für ihre und unsere Zukunft auf die Straße gehen.

    Welche Motivation steckt in den jungen Menschen, freitags auf die Straße zu gehen? Wie sieht die Zukunft Ihrer Kinder eigentlich aus? Ist unser Protest überhaupt gerechtfertigt? Wie sind wir organisiert? Wie erklären wir uns den Erfolg von Fridays for Future und wie geht es weiter?

    Gemeinsam werden wir diesen Fragen mit Peter Euler, Professor für Pädagogik der Natur- und Umweltwissenschaften, Schüler_innen, Studierenden und mit Ihnen, dem Publikum, in zwei kurzen Vorträgen und einer Podiumsdiskussion nachgehen. 

    Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!

    Ihre Fridays for Future Damstadt

    Termin: 9. Mai 2019
    Adresse: Magadalenenstraße 12 (64289 Darmstadt)
    Raum: Georg-Wickop-Hörsaal (S1|05, Raum 122)
    Uhrzeit: 19.00 Uhr 

    Anfahrt: Die nächste Haltestelle (Alexaderstraße/TU) ist mit
    den Bus-Linien H, K und KU und einem anschließenden
    6-minütigen Fußweg zu erreichen. Alternativ erreicht
    man den Veranstaltungsort mit einem 8-minütigen Fußweg
    vom Schloss Darmstadt.