Advent, Advent, die Erde brennt!

Am letzten Schultag vor den Ferien, nach Schulschluss (also dieses mal kein Streik, sondern eine normale Demo) haben wir die Brände im Amazonasregenwald und in Australien thematisiert.

Als Mahnmal dazu und passend zum Weihnachtsfest haben wir eine im Sommer dem Borkenkäfer zum Opfer gefallene Fichte angezündet. Wegen stetem Regen ist der Spiritus in den Ästen leider zu sehr verwässet, sodass das Feuer, anders als im Test, nur den Stamm erreichen konnte.

Nicht mit hochbrennbaren Flüssigkieten wie Benzin zu arbeiten und den Baum nicht komplett zu verbrennen, war (neben dem Sicherheitsaspekt) auch Absicht. Das war kein Freudenfeuer sondern eher eine Leichenbestattung – denn wenn die Erde in ein Warmklima kippt, wird es Weihnachten als winterliches Fest mit Schnee, Glühwein und Tannenbäumen in unseren Breiten nicht mehr geben.

Weil offenbar viele Menschen solche symbolischen Handlungen nicht von echten Problemen unterscheiden können, hat diese Baum-Aktion mal wieder einen Shitstorm in den sozialen Netzwerken ausgelöst. Dazu haben wir eine Pressemitteilung geschrieben.

2 Gedanken zu „Demo am 20.12.

  1. Hey Zusammen,

    also einen Baum zu verbrennen geht in die falsche Richtung. Warum denn nicht einen Baum pflanzen? Auch der kahle, vertrocknete und scheb gewachsenee Baum hat CO2 aus der Luft aufgenommen und in sich eingelagert. Durch die Verbrennung wird dieser wieder frei und es nützt niemanden. Damit erregt man eventuell ein bisschen Aufmerksamkeit, aber die habt ihr doch eigentlich sowieso schon. Für sowas laufe ich nicht bei euch mit. Positiv voran gehen, nicht negativ!

    Mit freundlichen Grüßen
    Linus

    PS: Für die Demos würde ich mir mehr laufen und weniger Ansprachen wünschen. Vor allem da es kalt ist und man die Hälfte nicht versteht. Es wird mehr oder weniger immer das gleiche erzählt.

    1. Sollte auch irgendwann mal ’ne Tanzdemo werden… Naja.

      Ja, durch das Verbrennen ist der Kohlenstoff wieder in die Athmosphäre gelangt.. also wäre er, wenn das Holz feuer gefangen hätte. Die Scheite unter dem Baum haben wir extra nicht angezündet, damit der Baum noch im weiteren Verlauf der Demo erhalten bleibt.

      Dadurch beläuft sich die CO2-Bilanz der ganzen Aktion jetzt auf etwa 1L biologisch gewonnenes Lampenöl und Spiritus. Wenn man den Baum im Wald hätte vergammeln lassen wäre das CO2 auch wieder freigesetzt worden. Das wäre genau so wohl auch passiert, da niemand mehr dieses Borkenkäferholz abholt. Wo ich den her habe, waren fast alle Bäume tot. Überhaupt: Solange man den Baum nicht in irgend einem Bergwerk einlagert gelangt der Kohlenstoff immer in den natürlichen Kreislauf zurück.

      Nun – einen neuen Baum zu Pflanzen wäre generell mal ein sinnvolles Todo. Ich habe auch schon eine Kastanie auf Lager – die ist etwas resilenter gegen Klimawandel, als Fichten.

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