Globaler Klimastreik am 24.4.

Am Freitag, den 24.04.2020 findet der nächste globale Klimastreik statt. Auch in der aktuellen Situation will Fridays for Future Darmstadt auf die Klimakrise aufmerksam machen. Wir können aber nicht massenweise auf die Straßen gehen. Deshalb haben wir uns kreative Arten des Protests ausgedacht:

  • Es soll einen Aktionsspaziergang geben, der gemeinsam mit dem “Global Strike Bündnis Darmstadt“ vorbereitet wird: Am Freitag veröffentlichen wir über alle Socialmedia-Kanäle und der Website eine Route, an der Ihr dann am 24.04. langspazieren und Spuren hinterlassen könnt. Das kann in Form von Plakaten, Kreide oder Bannern sein.
  • Eine Aktion wird der sogenannte Netzstreik sein: Nimm ein Bild von Dir und einem Schild mit Deiner Forderung auf und poste es mit dem Hashtag #NetzstreikfürsKlima!
  • Wir rufen auch zu einer Banneraktion auf – malt Banner und hängt sie aus euren Fenstern!
  • Außerdem planen wir einen Livestream: Gemeinsam mit anderen “Fridays for Future“-Ortsgruppen wird ein buntes Programm mit Musik, Redebeiträgen und Input aus anderen Gruppen auf die Beine gestellt. Klickt hier für unseren Youtube-Kanal!

In dieser schwierigen Zeit wäre es unverantwortlich und unsolidarisch, massenweise die Straßen zu fluten. Genauso unverantwortlich und unsolidarisch wäre es aber, zu schweigen und nicht weiter für Klimagerechtigkeit einzutreten.

Unsere Forderungen zum Klimaschutz beruhen auf den Erkenntnissen der Wissenschaft. Auch in dieser Zeit hören wir selbstverständlich auf die Wissenschaftler*innen und halten uns an die Maßnahmen zum Infektionsschutz.

Pressemitteilung: Fridays for Future verurteilt Entscheidung der Stadtregierung

Fridays for Future Darmstadt stellt sich klar hinter die Forderung des “Radentscheids“ nach temporären Radfahrstreifen und verurteilt die Absage der Stadtregierung.

Schon vergangenen Monat veröffentlichte der “Radentscheid Darmstadt“ seine Forderungen nach temporären Radfahrstreifen während der Coronakrise[1]. Durch die momentane Schließung vieler öffentlicher und privater Stellen lassen immer mehr Darmstädter*innen das Auto stehen und nutzen im Gegenzug das Fahrrad.

“Gerade jetzt zeigt sich das Fahrrad als eine sinnvolle Alternative: Der Nahverkehr wird entlastet und Menschen, die auf ihn angewiesen sind – besonders Menschen in systemrelevanten Berufen – werden geschützt. Durch breite Radfahrstreifen kann das Unfallrisiko, vor allem aber auch das Infektionsrisiko minimiert werden. So können wir einen Beitrag zur Entlastung des Gesundheitssystems und nicht zuletzt des Klimas leisten“ sagt Silas Bug, Teil der “Fridays for Future“-Gruppe.

Die nun erfolgte Absage der Stadt[2] ist laut der “Fridays for Future“-Gruppe fadenscheinig. Die Forderung nach Radfahrstreifen ist begründet, sinnvoll und einfach umsetzbar. Die Begründung, dass Radfahrerinnen durch temporäre Maßnahmen verwirrt oder enttäuscht würden ist nicht haltbar: Radfahrer*innen aus anderen Städten mit temporären Radfahrstreifen haben durchaus positiv auf die Maßnahmen reagiert.

“Auch in Darmstadt würden sich bestimmt nicht nur Radfahrende über Fortschritte in der Verkehrswende freuen. Mit der Absage an temporäre Radfahrstreifen zwängt die Stadt Radfahrende weiter auf viel zu enge Radwege und riskiert so eine schnellere Ausbreitung des Coronavirus“, so Bug weiter.

Die „Fridays for Future“-Gruppe geht noch einen Schritt weiter und sieht dieses Vorgehen als Pilotprojekt für eine dauerhafte Umwidmung von Autostraßen in Radfahrstreifen – gerade die aktuelle Situation biete die Möglichkeit, verschiedene Konzepte auch ohne monatelange Planung auf Schwachstellen zu testen.

“Auch während der Coronakrise bleiben wir weiter laut und lassen uns nicht mit halbgaren Ausreden abspeisen – die Klimakrise macht keine Pause“, fügt Aurora Capara (FFF) hinzu.

[1] 27.03.2020: “Radentscheid fordert temporäre Radfahrstreifen für Darmstadt“ (https://fffutu.re/PM-Radentscheid)
[2] www.echo-online.de/lokales/darmstadt/klare-absage-an-temporare-radspuren_21522373

Pressemitteilung: FFF Darmstadt unterstützte die Aktion der Seebrücke am 5.4.

Die Seebrücke Darmstadt hat mit der Unterstützung verschiedener Gruppen einen Aktionsspaziergang zur Lage in den Geflüchtetenlagern an den europäischen Außengrenzen organisiert. “Fridays for Future Darmstadt“ hat sich daran beteiligt.

“Fridays for Future“ kann zurzeit nicht massenweise auf die Straße gehen, es wird versucht kreative Möglichkeiten der Meinungsäußerung zu finden. Deshalb wurde sich am Aktionstag der Seebrücke beteiligt. Es ist gerade dringend notwendig, auf die humanitäre Krise an der griechischen Grenze, die eine Außengrenze der EU ist, aufmerksam zu machen. Überall wird gerade Solidarität gefordert. Leider gilt diese Solidarität zu oft nur für innerhalb Deutschlands. Aber Solidarität darf nicht an den Grenzen der EU enden.

Die Klimakrise ist schon jetzt eine Fluchtursache und wir als Klimagerechtigkeitsbewegung müssen aufschreien, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden.

Während zwei Aktivist*innen von “Fridays for Future Darmstadt“ versuchten, einen Videobeitrag am Rande der vorbereiteten Route des Aktionsspaziergangs aufzunehmen, wurden sie von der Polizei mit einem Platzverweis daran gehindert.

Dieser Platzverweis sollte für den gesamten Routenbereich, inklusive einem Umkreis von 200 Metern und den gesamten Herrngarten gelten. Die Maßnahmen der Polizei stellen einen enormen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, sowie in die Bewegungs- und Meinungsfreiheit dar. Diese Maßnahmen der Polizei sind nicht nur unverhältnismäßig und willkürlich, sie liegen auch außerhalb der Infektionsschutzanordnungen. Die Maßnahmen waren nicht dazu geeignet und in keinster Weise notwendig, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

“Als “Fridays for Future“ stehen wir hinter den Forderungen der Wissenschaft, Maßnahmen zum Infektionsschutz halten wir für wichtig und wurden eingehalten. Dennoch verurteilen wir Einschränkungen der Meinungsfreiheit unter dem Vorwand des Infektionsschutz” sagt Silas Bug aus der “Fridays for Future”-Gruppe.

1 Jahr FFF Darmstadt

Am 14. Februar 2020 startet um 12:00 eine Demo unter dem Motto „Make Love not CO2“. Wir freuen uns über ein Jahr Fridays for Future in Darmstadt.

Zu diesem Anlass haben wir die Abstimmung über die Route dieses mal öffentlich gemacht. Hier das Ergebnis:

Wir werden also versuchen, die Route, wie am 14.6. anzumelden.

Sponti wegen Siemens

Siemens beteiligt sich an der Bahntechnik (Signalanlagen) für die Infrastruktur zur geplanten Carmichael-Kohlemiene in Australien. Wir denken, dass Siemens hier seiner Verantwortung nicht gerecht wird und haben bereits letzte Woche eine Mailaktion gestartet, in der wir Siemens dazu aufgefordert haben, aus dem Projekt auszusteigen.

Siemens‘ CEO Joe Kaeser hat darauf gestern nachmittag mit einer ausführlichen Stellungnahmehttps://press.siemens.com/global/en/news/joe-kaeser-adani-carmichael-project reagiert. Darin verteidigt er das Engagement von Siemens, nach dem Motto der Ausstieg Siemens‘ aus dem Projekt würde dieses nicht aufhalten und eine Kohlemiene mit sicherer Infrastruktur sei immer noch besser, als eine Kohlemiene mit unsicherer Infrastruktur. Er betont, ein Ausstieg aus dem Projekt hätte gravierende vertragsrechtliche Konsequenzen und Siemens leiste ansonsten einen sehr ambitionierten Beitrag zum Klimaschutz.

Wir fragen: Hat Siemens vor Projektbeginn gegenüber Adani klar gestellt, dass der Konzern sich klar gegen den Bau der Miene ausspricht und den Verantwortlichen davon abrät, zum jetzigen Zeitpunkt ein so langfristig ausgelegtes Kohleenergieprojekt anzufangen? Da Siemens auch Windkraftanlagen baut, wäre das sogar eine eigennützige Empfehlung im Rahmen marktwirtschaftlicher Interessen.

Wir fragen, ob Siemens umgekehrt ausschließt, Adani wegen Vertragsbruch zu verklagen, sollte das Projekt aus einem anderen Grund nun doch noch scheitern.

Uns ist bewusst, dass die Carmichaelmiene Kohle für Indien und Bangladesh liefern soll, wo diese günstige Energie und damit potentiell Wohlstand in ein Land bringen kann, in dem die meisten Menschen heute unter deutlich schlechteren Umständen leben, als wir in Europa und das pro Kopf weniger als ein zwanzigstel an CO2 ausstößt, wie Deutschland.

Die Klimakriese lässt es schlichtweg nicht zu, dass jetzt sämtliche Entwicklungsländer eine Industrialisierung auf Basis fossiler Energieträger umsetzen, so wie das in Europa passiert ist. Wir müssen Wege finden, wie eine Industrialisierung sofort auf Basis erneuerbarer Energieträger erfolgen kann. Siemens könnte dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Doch jeder Euro, der jetzt in fossile Energieträger investiert wird, schmälert die Möglichkeiten, die CO2-neutrale Projekte haben.

Berichten zufolge haben andere Bahnzulieferer den Auftrag bereits abgelehnthttps://www.pressenza.com/de/2020/01/fatale-entscheidung-zur-kohlemine-siemens-haelt-an-adani-deal-fest/, sodass der Ausstieg Siemens‘ aus dem Projekt tatsächlich etwas hätte bewirken können. Dies verschweigt Kaeser in seiner Stellungnahme. Auch dass, wie Kaeser schreibt, die Miene im Einverständnis mit der indigenen Bevölkerung Australiens gebaut würde, ist offenbar falsch.https://www.gfbv.de/de/news/adani-entscheidung-von-siemens-9907/

Ebenso, dass er sich mit der Führung von FFF Deutschland getroffen haben will. Fridays for Future ist eine dezentral organisierte Bewegung ohne eine deutschlandweite Führung. Siemens hatte zuvor Explizit Luisa Neubauer eingeladen. Hier verrät die Wortwahl Kaesers einiges über seine Denkweisen. Subtil nennt er FFF-Aktivist*innen Klimahysteriker.

Diese Ausdrucksweise ist typisch für Konzernleitungen, die zuerst eben doch den Profit in den Vordergrund stellen und nicht ihre Verantwortung für das Klima.

Darum sind wir am Montagabend um 17:00 zu einer Spontandemo zusammengekommen und ermahnen die Geschäftsführung von Siemens erneut, ihre Handlungsprinzipien zu überdenken.

Auf dem Weg durch den Citytunnel

Statement zu Kritik an Baumaktion

Am Freitag, den 20.12.2019 (Tag des Regenwaldes) haben wir im Rahmen unserer Demonstration zum Thema „Advent, Advent, die Erde brennt!“ einen Baum kontrolliert abbrennen lassen. Daraufhin gab es – vor Allem in den sozialen Netzwerken – viel Kritik daran. Wir haben das Gefühl, dass wir im Vorhinein nicht genügend informiert und aufgeklärt haben – das holen wir jetzt nach.

„Statement zu Kritik an Baumaktion“ weiterlesen

Fahrt nach Mainz

Am 17.01.2020 mobilisieren wir zu einer Großdemo von Fridays for Future nach Mainz. Es wird im Januar dafür keine größere Demo in Darmstadt geben, nur ein kurzen Zubringer zum Hauptbahnhof.

Wir starten am 17.01. um 10:00 am Luisenplatz und laufen zum Hauptbahnhof. Dort nehmen wir um 11:03 Uhr die Bahn nach Mainz. Für alle, die kein Hessenticket o.Ä. haben und die Fahrt nicht selbst bezahlen können, werden wir Gruppentickets kaufen. Dazu bitte rechtzeitig am Hauptbahnhof sein.

Globaler Klimastreik am 29. November 2019

8000 KLIMARETTER:INNEN IN DARMSTADT

Eins steht fest: Wir sind viele und Wir sind laut! Danke an alle, die heute in Darmstadt und an 521 Orten bundesweit mit uns den #NeustartKlima fordern! Außerdem: Heute auf der Demo und bis Montag habt ihr noch die Chance beim KlimaEntscheid Darmstadt zu unterschreiben. Für einen #NeustartKlima in der Stadtpolitik!

„Globaler Klimastreik am 29. November 2019“ weiterlesen