Global Strike 20.09.

Sammelthema rund um den globalen Klimastreiktag in Darmstadt und Umgebung

Am 20.9. meldete die Polizei 12.000 Demonstrierende in allen drei Demofingern zusammen. Damit war dies die größte Demonstration, die Darmstadt je erlebt hat. In Deutschland gingen 1,4 Millionen Menschen, also 1,7% der Bevölkerung auf die Straße. Damit war das der größte, verteilte Streik in der Geschichte der Bundesrepublik.

Dem entgegen setzte unsere Bundesregierung an diesem Tag ein enttäuschend schwaches Klimapaket, dass nicht mal ansatzweise ausreicht, um einen Klimapfad unter 2° Erderwärmung einzuschlagen.

Aufruf

Weltweit gehen wir am 20. September 2019 alle zusammen auf die Straße. Während in Berlin das Klimakabinett tagt und in New York einer der wichtigsten UN Gipfel des Jahres vorbereitet wird, rufen wir auch in Darmstadt zum »Global Strike!« auf – denn es ist Zeit zu handeln!

Zusammen fordern wir einen gerechten und konsequenten Klimaschutz und die Einhaltung des 1,5° Grad- Ziels. Um das zu erreichen, braucht es mehr als den Streik von Schüler*innen, Azubis und Studierenden.

Dafür braucht es alle, die sich gemeinsam für diese großen Veränderungen zusammentun und die Ärmel hochkrempeln.

Zubringerdemo Groß-Bieberau und Reinheim

Route

Um 9:15 startete eine Demonstration an der Großsporthalle im Wesner nahe der AES in Groß-Bieberau. Von dort ging es nach Reinheim, mit einem Schlenker zur Dr. Kurt Schumacher Schule und dann zum Bahnhof, wo alle Teilnehmenden um spätestens 11:49 die VIAS nach Darmstadt nehmen konnten, um bei den Sterndemos dabei zu sein.

Echo-Artikel zu dieser Demo: https://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/gross-bieberau/klima-protest-ist-wichtiger-als-ein-paar-stunden-schule_20460241

Verantwortliche für diese Demo in Groß-Bieberau und Reinheim waren Mitja Stachowiak und Ferdinand Remppis. Für Fragen wenden Sie sich an info@mitjastachowiak.de

In Groß-Bieberau versammelten sich Schülerinnen und Schüler der AES, sowie einige Personen von außerhalb während der großen Pause. 108 Teilnehmende zählte die Demo auf dem Weg nach Reinheim.

Demo in Reinheim

Gegen 10:30 erreichte der Demozug die Dr. Kurt Schumacher Schule in Reinheim. Der Rektor der DKS hatte seine SchülerInnen eingesperrt und das gesamte Schulgelänge abgeschlossen. Nur wer eine Einverständniserklärung der Eltern dabei hatte, durfte nach der Pause um 10:50 zur Demo stoßen.

Vor dem Schulgelände der DKS

Wir kritisieren dieses Vorgehen scharf, da jungen Menschen verwehrt wird, sich unabhängig von ihrem Elternhaus eine Meinung zu bilden oder diese zum Ausdruck zu bringen. Auf dem Schulweg sind die Jugendlichen noch weniger beaufsichtigt, als während der Demo und das ist ganz normal. Wir finden, dass das Recht auf Versammlungsfreiheit nicht wegen Gründen der Aufsichts- oder Schulpflicht eingeschränkt werden darf!

Nur ca. 20 SchülerInnen der DKS kamen zur Demo (Darunter eine Lehrerin, die mit ihrer Klasse dabei war), weiteren ca. 20 spontan Interessierten wurde das Verlassen des Schulgeländes verwehrt. Der größte Teil der Teilnehmenden folgte am Ende dem Aufruf nach Darmstadt und fuhr mit der beinahe pünktlichen VIAS am Bahnhof.

Sterndemo in Darmstadt

Um 12:00 starteten drei Sterndemonstrationen an den Bahnhöfen in Darmstadt, welche sich in der Stadtmitte trafen. Neben FFF gingen an diesem Tag viele weitere Organisationen und Gewerkschaften auf die Straße.

Fridays for Future führte das Thema Demokratie für Alle mit Start am Hauptbahnhof an. Wir kritisieren, dass es ungerecht ist, dass wir jungen Menschen, die wir heute nicht wählen dürfen, später unter politischen Entscheidungen von heute leiden werden, die sich dann nicht mehr rückgängig machen lassen. Nichthandeln ist eine Entscheidung!

Die Polizei meldete eine Teilnehmendenzahl von 12.000 Menschen in allen drei Fingern zusammen. Damit war das die größte Demonstration, die Darmstadt je erlebt hat.

Hauptbahnhof: Demokratie für Alle (FFF)
Nordbahnhof: Sozialer und ökologischer Wandel
Ostbahnhof: Globale Gerechtigkeit

Routen der Sterndemos (Quelle: openstreetmap.org)

Straßenfest am Karolinenplatz

Im Anschluss an die Demonstationen gab es ein Straßenfest auf dem Cityring am Darmstadtium mit Foodtrucks, einer Bühne mit Musik und Reden bis in den Abend.

Hilfe gesucht

Am Freitag rechnen wir mit mehreren tausend Teilnehmer*innen. Das bedeutet auch: Viel Arbeit & Verantwortung für uns. Vielleicht kannst Du uns am Freitag bei folgenden Aufgaben helfen:


2 Gedanken zu „Global Strike 20.09.

  1. Ich habe nicht verstanden warum so viele Demonstrierende mit weißen Einweganzügen mitgelaufen sind und diese auch offensichtlich großzügig verteilt worden sind.

    Vielleicht wäre es möglich bei einer nächsten Demo Streetscooter bei Entega oder Post auszuleihen. Die begleitenden Diesel LKWs waren unpassend. Mit einem Elektroauto könnte auch ein Hänger gezogen werden von dem aus man Ansagen machen kann.

    1. Die Einweganzüge gehörten zu der Gruppe zivilen Ungehorsams. Keine Ahnung, ob das Markenzeichen ist oder aus Notwendigkeit, sich vor Pfefferspay oder so zu schützen angezogen wird.

      Da Sie von LKWs berichten, waren Sie offenbar im Nord- oder Ostfinger. Bei FFF hatten wir nur zwei Einkaufswägen mit Batterien. Die waren allerdings recht leise für so viele Menschen. Letztes mal hatten wir einen Autoanhänger, aber der musste eben auch mit Auto gebracht und wieder abgeholt werden. Wir wollen vielleicht einen speziellen, fahrbaren Wagen bauen, aber aktuell fehlt es an einer Abstellmöglichkeit für sowas.

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